Niemand ist gerne vor der Kamera – und genau da fängt meine Arbeit an
„Ich bin nicht fotogen." Diesen Satz höre ich bei fast jedem Mitarbeiterfotos-Shooting. Manchmal als Witz, manchmal als echte Warnung. Und fast immer steckt dahinter dasselbe: Die Person hat Respekt vor der Situation, weiß nicht genau was passiert, und fühlt sich ein bisschen wie beim Zahnarzt – notwendig, aber nicht freiwillig.
Das ist vollkommen normal. Und es ist genau der Punkt, an dem meine Arbeit beginnt.
Der Moment, auf den ich warte
Irgendwo zwischen der zweiten und fünften Minute passiert bei den meisten Menschen etwas. Die Schultern gehen runter. Der Blick wird ruhiger. Jemand lacht kurz über einen Kommentar – und in diesem Lachen entsteht das Bild, das nachher auf der Website landet und das die Person selbst nicht glauben kann, dass es sie zeigt.
Das ist kein Trick und keine Technik. Es ist das Ergebnis davon, dass jemand das Gefühl hat: Hier ist Zeit. Hier muss ich nichts performen. Hier passiert das gerade in meinem Tempo.
Ich arbeite deshalb im 10-Minuten-Takt – nicht weil das knapp bemessen wäre, sondern weil diese Zeit ausreicht, wenn das Gespräch davor sitzt und niemand das Gefühl hat, abgefertigt zu werden. Bei mehreren Outfits sind es 15 Minuten. Jede Person bekommt dieselbe Aufmerksamkeit, egal ob Vorständin oder Produktionsmitarbeiter.
Was „authentisch" wirklich bedeutet
Authentische Portraits entstehen nicht, weil jemand einfach „er selbst" ist. Sie entstehen, weil jemand die Möglichkeit bekommt, sich zu zeigen – in einer Situation, die das normalerweise nicht hergibt.
Das fängt bei der Kleidung an. Ich berate im Vorgespräch konkret: Was funktioniert, was lenkt ab, was passt zum Kontext der Bilder. Wer sich in dem, was er anhat, wohlfühlt, hält sich anders. Wer weiß, dass die Frisur sitzt, denkt nicht mehr daran. Kleine Dinge – aber sie summieren sich.
Und es hört beim Licht auf. Professionelle Beleuchtung bedeutet nicht hartes Studiolicht, das jeden Schatten betont. Es bedeutet Licht, das schmeichelt, das reproduzierbar ist und das ich so einsetze, dass das Gesicht im Vordergrund steht – nicht die Technik dahinter.
Wofür sind die Bilder?
Das ist die Frage, die ich immer als erstes stelle. Denn „Mitarbeiterfotos" ist keine einheitliche Aufgabe.
Wer Bilder für das interne Intranet oder Microsoft Teams braucht, kommt mit einem klaren, schlichten Portrait aus. Wer dieselben Bilder auf LinkedIn einsetzt und damit aktiv die Arbeitgebermarke stärken will, braucht eine andere Bildsprache – eine, die zeigt, wie es sich anfühlt, in diesem Unternehmen zu arbeiten. Das ist kein Mehraufwand, das ist eine andere Entscheidung im Vorgespräch.
Ich fotografiere Mitarbeiter:innen quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen – vom Startup in Kirchheim unter Teck bis zum Mittelständler in Stuttgart. Was sich dabei nie ändert: Der Moment, in dem jemand die Fotos sieht und sagt „Das sieht ja super aus!"
Was bleibt
Mitarbeiterfotos sind keine einmalige Sache. Teams wachsen, Gesichter ändern sich. Ich dokumentiere nach jedem Shooting den genauen Lichtaufbau und die Einstellungen – damit neue Kolleginnen und Kollegen später unter identischen Bedingungen fotografiert werden können. Ein konsistentes Erscheinungsbild über Zeit ist einer der unterschätztesten Faktoren in der Außendarstellung eines Unternehmens.
Wenn Sie Mitarbeiterfotos in Stuttgart, Esslingen oder Kirchheim unter Teck planen – schreiben Sie mir. Das Vorgespräch ist Teil jedes Auftrags und kostet nichts extra.